Bauchspeicheldrüsenkrebs und Medizinalcannabis

Medizinalcannabis
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Einzelne Studien erbrachten Hinweise darauf, dass Cannabis bei einem Pankreaskarzinom krebshemmend wirken könnte. Mehr dazu hier.

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Einzelne Studien erbrachten Hinweise darauf, dass Cannabis bei einem Pankreaskarzinom krebshemmend wirken könnte. Mehr dazu hier.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist in Deutschland die dritthäufigste Krebstodesursache. Da das Pankreaskarzinom häufig erst spät erkannt wird, ist die Prognose in vielen Fällen ungünstig. In der Krebstherapie hat medizinisches Cannabis bereits einen festen Platz. So können die Cannabinoide aus der Cannabispflanze die Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie lindern und die Lebensqualität der Patienten verbessern.

Darüber hinaus scheinen die Cannabinoide auch das Potenzial zu besitzen, die Apoptose (Zelltod) von Pankreaskrebszellen herbeizuführen. Zwar gibt es bisher nur Laborstudien und noch keine Studien am Menschen, dennoch lassen die ersten Ergebnisse hoffen.

Cannabis gegen Krebs

Eine dieser Studien stammt aus Spanien. Die Forscher untersuchten im Jahr 2006 die Wirkung von Cannabinoiden auf Pankreastumorzelllinien [1]. Hier zeigte sich, dass die Cannabinoide eine Apoptose (Zelltod) auslösten, den Ceramidspiegel erhöhten und den mRNA-Spiegel des Stressproteins p8 hochregulierten.

Diese Wirkung wurde durch die Blockade der Cannabinoid-Rezeptoren (CB2) erreicht. Hauptsächlich schien hier Tetrahydrocannabinol (THC) dafür verantwortlich zu sein. Auch in zwei Tiermodellen konnten die Cannabinoide das Wachstum von Tumorzellen hemmen.

In ihrer Zusammenfassung führen die Wissenschaftler aus, dass die Ergebnisse dazu beitragen können, eine Basis für einen neuen therapeutischen Ansatz zur Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebs bieten könnten.

CBD gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Es wird angenommen, dass die G-Protein-gekoppelten-Rezeptoren (GPR55), die sich im Gehirn und im peripheren Nervensystem befinden, am Wachstum verschiedener Tumorarten beteiligt sind. Außerdem sind die Rezeptoren Teil des Endocannabinoidsystems. Britische Forscher nehmen an, dass Cannabidiol (CBD) die GPR55 blockieren und damit auch das Krebswachstum hemmen können [2].

Die Forscher teilten 34 Mäuse mit Pankreaskrebs in vier Gruppen ein:

    • Gruppe 1: Zehn Mäusen wurde CBD verabreicht.
    • Gruppe 2: Acht Mäuse erhielten das Chemotherapeutikum Gemcitabin.
    • Gruppe 3: Sieben Mäuse bekamen CBD und Gemcitabin.
    • Gruppe 4: Neun Mäuse erhielten ein Placebo (Scheinmedikament).

Die Gruppe 2 (CBD + Gemcitabin) lebte noch 53 Tage nach Beginn der Behandlung, wohingegen die Gruppe 1 (CBD) nur 25 Tage überlebte. Die Gruppe 2 (Gemcitabin) überlebte 28 Tage und die Mäuse in Gruppe 4 (Placebo) verstarben durchschnittlich in 19 Tagen.

Im Ergebnis heißt es, dass CBD womöglich in der Lage ist, die Vermehrung der Krebszellen zu verhindern, indem es die Entwicklung von Gemcitabin-Resistenzen hemmt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Definition, Ursachen, Symptome, Therapie, Lebenserwartung

Das Pankreaskarzinom ist ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse, wobei es verschiedene Tumortypen gibt. In über 95 Prozent aller Fälle ist der exokrine Teil der Bauchspeicheldrüse betroffen. Dieser Teil produziert die Verdauungsenzyme und sondert diese wieder ab. Seltener geht der Bauchspeicheldrüsentumor von den Bauchspeicheldrüsenzellen aus, die Hormone produzieren.

Bauchspeicheldrüsenkrebs und seine Ursachen

Warum genau ein Pankreaskarzinom entsteht, ist unklar. Allerdings gibt es Risikofaktoren, die die Entstehung eines Tumors begünstigen können. Hierzu gehören vor allem der Alkohol- und Nikotinkonsum. Aber auch Übergewicht, eine fett- und zuckerreiche Ernährung und Vorerkrankungen wie eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Diabetes mellitus gehören zu den Risikofaktoren.

Welche Symptome bei Pankreaskrebs?

Zu Beginn verursacht der Krebs keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich Symptome. Hierzu gehören:

    • Fettstühle
    • Oberbauchschmerzen
    • Rückenschmerzen in der Rückenlage
    • Druckgefühl im Bauch
    • Gewichtsverlust
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Juckreiz
    • Gelbsucht

Im weiteren Krankheitsverlauf können sich Metastasen (Tochtergeschwülste) in der Lunge, in der Leber und in den Knochen bilden.

Bauchspeicheldrüsentumor: Therapie

Der Tumor in der Bauchspeicheldrüse wird oft erst spät entdeckt, sodass eine Operation in den meisten Fällen nicht mehr möglich ist. Ziel der Therapie ist es dann, die Ausbreitung des Tumors zu verhindern und die Beschwerden zu lindern. Es handelt sich dann um eine sogenannte palliative Therapie.

Sollte der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt werden, so wird die Bauchspeicheldrüse komplett entfernt oder nur teilweise. Meist werden dann nur der Pankreaskopf, die Gallenblase und der Gallengang chirurgisch entfernt (Kausch-Whipple-Operation). Hiernach müssen Patienten täglich Pankreasverdauungsenzyme zu sich nehmen, damit die Verdauung weiterhin funktioniert.

Eine Chemotherapie kann vor einer Operation zum Einsatz kommen, um den Tumor zu verkleinern oder aber nach der Operation. Mit der Gabe von Zytostatika soll verhindert werden, dass sich die Tumorzellen weiter teilen. Zusätzlich müssen Patienten auch Schmerzmittel einnehmen, weil viele unter starken Bauchschmerzen leiden.

Pankreaskarzinom: Lebenserwartung

Da der Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr aggressiv ist und oftmals erst spät entdeckt wird, ist die Prognose meist schlecht. So liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate nur bei neun bis zehn Prozent. Das bedeutet, dass 90 Prozent der Betroffenen nach der Diagnose innerhalb von fünf Jahren versterben.

Zusammenfassung

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) verläuft häufig lange ohne Symptome. Im fortgeschrittenen Stadium treten Symptome wie bei einer entzündeten Bauchspeicheldrüse auf. Patienten leiden dann beispielsweise unter Oberbauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Appetitverlust und Gewichtsverlust.

In Deutschland erkranken jedes Jahr ungefähr 16 von 100.000 Menschen an einem Pankreaskarzinom. Zu den Risikofaktoren, die die Krankheitsentstehung begünstigen, gehören Fettleibigkeit, Rauchen, Alkoholkonsum sowie Diabetes mellitus.

Im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen meist schlecht, da der Krebs aggressiv wächst. Eine Heilung ist meist nur dann möglich, wenn der bösartige Tumor lokal begrenzt ist. In diesem Fall ist auch noch eine Operation sinnvoll.

In Labor- und Tierstudien stellten Forscher fest, dass THC und CBD den Zelltod von Pankreastumorzelllinien verursachen konnten. Die genauen Wirkmechanismen sind jedoch noch nicht bekannt und es fehlen klinische Studien.

Um die Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Appetitverlust im Rahmen der Chemo- und Strahlentherapie zu lindern, kann medizinisches Cannabis eine alternative Therapieoption sein.

 Mehr über Cannabis gegen Krebs erfahren Sie hier.

Quellen

[1] Carracedo A, Gironella M, Lorente M, Garcia S, Guzmán M, Velasco G, Iovanna JL. Cannabinoids induce apoptosis of pancreatic tumor cells via endoplasmic reticulum stress-related genes. Cancer Res. 2006 Jul 1;66(13):6748-55. doi: 10.1158/0008-5472.CAN-06-0169. PMID: 16818650

[2] Carracedo A, Lorente M, Egia A, Blázquez C, García S, Giroux V, Malicet C, Villuendas R, Gironella M, González-Feria L, Piris MA, Iovanna JL, Guzmán M, Velasco G. The stress-regulated protein p8 mediates cannabinoid-induced apoptosis of tumor cells. Cancer Cell. 2006 Apr;9(4):301-12. doi: 10.1016/j.ccr.2006.03.005. PMID: 16616335

Autor
Alexandra Latour
Erstellt am:19 Jan, 2022
Letzte Aktualisierung:02 Feb, 2022
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